Stress, Langeweile, ein mieser Tag und plötzlich ist die Tüte leer. Frustessen hat selten mit Hunger zu tun. Wie du das Muster erkennst und durchbrichst.
03. November 2026 · 2 Min. Lesezeit
Der Tag war mies. Der Chef nervt, die Kinder streiten, und irgendwann sitzt du auf dem Sofa mit einer Tüte Chips. Fünf Minuten später ist sie leer. Und du fragst dich: Wie ist das schon wieder passiert?
Willkommen beim Frustessen. Das kennt fast jede Frau, mit der ich arbeite.
Hunger oder Gefühl?
Echter Hunger kommt langsam. Er wartet auch mal eine halbe Stunde, und eigentlich wäre dir auch ein Teller Gemüse recht.
Emotionaler Hunger kommt plötzlich. Er will sofort etwas. Und zwar genau das eine: Schokolade, Chips, Eis. Danach fühlst du dich nicht besser, sondern schlechter.
Was dahinter steckt
Essen beruhigt. Es lenkt ab, belohnt und füllt eine Lücke. Das hast du dir nicht ausgesucht, das ist ein gelerntes Muster. Oft steckt dahinter:
Stress, der sich über den Tag angestaut hat
Müdigkeit und zu wenig Schlaf
Langeweile oder Einsamkeit
Alte Gewohnheiten, etwa die Belohnung nach einem harten Tag
Zu wenig gegessen über den Tag
So durchbrichst du das Muster
Kurz innehalten. Frag dich: Habe ich Hunger, oder will ich gerade etwas anderes?
Benenne das Gefühl. Gestresst, müde, traurig, gelangweilt. Allein das nimmt Druck raus.
Hab einen Plan B. Ein Spaziergang, eine Dusche, ein Anruf, zehn Minuten Ruhe.
Iss tagsüber genug. Wer ausgehungert nach Hause kommt, hat abends kaum eine Chance.
Keine Selbstverurteilung. Ein Ausrutscher ist kein Weltuntergang.
Es geht um mehr als den Teller
Frustessen löst du nicht mit noch mehr Verboten. Du löst es, indem du verstehst, was dahinter steckt. Darum gehört Mindset bei mir genauso dazu wie Ernährung und Training.